Akupunktur bei Kopfschmerzen

Akupunktur hilft bei Kopfschmerzen

Die Akupunktur kann bei Kopfschmerzen wie Migräne und Spannungskopfschmerz sehr gut helfen. Sie ist eine wichtige Alternative zur medikamentösen Schmerztherapie. Dies ist durch qualitativ hochwertige Studien, die wesentlich - neben anderen Wissenschaftlern und Universitäten - auch von Dr. Böwing und Prof. Molsberger federführend gestaltet wurden (GERAC Studien) und Cochrane Metaanalysen sehr gut belegt. Für eine Akupunkturbehandlung bei Migräne oder Spannungskopfschmerz muss man mit 10 - 20 Therapiesitzungen rechnen, wobei die Behandlungen nicht im Anfall erfolgen sollte. Das Ziel ist auf Dauer die Anfallshäufigkeit zu senken. Hier finden Sie weitere Informationen zur Akupunktur und Chinesischen Medizin. Seit einige Jahren setzen wir zur Behandlung von Kopfschmerzen die Axomera Therapie, oft auch in Kombination mit der Akupunktur ein.  Zu den Therapieerfolgen  lassen wir unsere Patienten  selbst berichten. Lesen Sie hier zwei Fallbeispiele aus unserer Kopfschmerzambulanz unserer Praxis in Düsseldorf.

Fallbeispiel: 15 Jahre chronische Migräne

Dr. W., 35, eine Kieferchirurgin, litt seit ihrem 20. Lebensjahr unter Migräne. Doch in den letzten Jahren setzten die Migräne - Schmerzen häufiger und stärker ein. Als sie zu uns kam, setzten die Migräne - Anfälle 3 Mal die Woche ein, begleitet von Übelkeit, Erbrechen, Schwindel und Sehschwäche. Deswegen war sie nicht mehr dazu in der Lage, ohne Medikamente zu arbeiten. Bisherige Versuche der Migränetherapie waren alle gescheitert.

Diagnose: Die Westliche Medizin offenbarte Triggerpunkte auf dem Supraspinatus Muskel und unter dem Nervus occipitalis major und minor. Die Chinesische Medizin indizierte Shao Yang Kopfschmerz (in dem Schläfenbereich) infolge von Leber-Yang-Fülle mit Leber-Blut-Schwäche. Der Stress ihrer Arbeit und die häufigen Migräneanfälle leiteten eine Qi-Schwäche ein mit Appetitlosigkeit, Verdauungsproblemen und auftretender Müdigkeit, auch am Tage.

Therapie: Wir setzten Fernpunkte am Fuß, an der Wade, am Unterarm ein, um die energetische Blockade zu eliminieren. Für die Lokalpunkte am Kopf benutzten wir sehr feine Nadeln, die beim Einstich keine Schmerzen verursachten. Die Akupunktur wurde von PRP-Injektionen begleitet, die in die Nähe des Nerv occipitalis minor und major gesetzt wurden.

Verlauf: Nach der dritten Behandlung, fühlte Frau Dr. W. eine Migräne - Attacke aufkommen, aber zu Ihrer Überraschung entwickelte diese nicht den vollen Umfang. Erstmals traten die frühen Symptome ohne die üblichen Begleiterscheinungen wie Übelkeit, Erbrechen und starkem Kopfschmerz auf. Nach acht Behandlungen zur Migränetherapie war sie völlig symptomfrei, das erste Mal seit Jahren. Um sicher zu gehen absolvierte sie anschließend noch zehn weitere Sitzungen. Nach zwei Jahren bekam die Patientin erneut vier Migränetherapie - Behandlungen, um die Therapie aufzufrischen. Im Anschluss daran erlitt Sie keine Migräneanfälle mehr, höchstens ein wenig Spannungskopfschmerz und dies höchstens alle drei Monate.

Patientenbeispiel Akupunkturbehandlung bei Kopfschmerz

Anamnese: Seit Herr D., 42 Jahre, vor 1 ½ Jahren wegen einer akuten Blinddarmentzündung operiert wird, hat er täglich massiven Spannungskopfschmerz. Täglich nimmt er 3–8 Aspirin-Tabletten. Nur selten bringen sie Linderung. Ein Internist, ein Orthopäde und auch ein Neurologe behandeln ihn – jedoch erfolglos. Der Spannungskopfschmerz bestimmt inzwischen sein tägliches Leben.

Diagnose: Bei der Untersuchung des Nackens findet sich ein Druckschmerz an beiden Seiten des Hinterkopfs, wo die Nackenmuskulatur an der Hinterhauptsschuppe ansetzt. Durch Reizung dieser Punkte lässt sich der typische Kopfschmerz, ein ausstrahlender Schmerz über die Schläfe in die Stirn, provozieren.

Therapie: Die Behandlung besteht in der Nadelung der druckschmerzhaften Ah-Shi-Punkte, die den Kopfschmerz auslösen. 3 Nadeln werden hier eingesetzt. Zusätzlich erhält Herr D. Nadeln im Nacken. Während wir die Nadeln an den Ah-Shi-Punkten nach stärkerer Stimulation nach 5 Minuten wieder entfernen, bleiben die anderen 20 Minuten liegen. Anschließend werden 2 Punkte am Unterarm gestochen und kräftig stimuliert. Dabei bewegt Herr D. den Nacken so, wie es normalerweise schmerzhaft für ihn ist.

Verlauf: Von Sitzung zu Sitzung nimmt der Spannungskopfschmerz ab. Nach der 10. Behandlung ist Herr D. schmerzfrei. Vermutlich kam es bei der Operation zu einer chronischen Verspannung der Nackenmuskulatur – wie dies nach manchen Narkosen, bedingt durch die lange Operationsdauer oder bestimmte Lagerung des Kopfs, zu beobachten ist. Die Beschwerdefreiheit hält nunmehr seit über 10 Jahren an.

 

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