Akupunktur bei Hüftgelenksschmerzen, Koxarthrose, Trochanterschmerz

Schmerzen im Hüftgelenk werden bei älteren Menschen meist durch einen Gelenkverschleiß (Arthrose) hervorgerufen. Hier kann man in vielen Fällen durch eine Schmerzakupunktur den Zeitpunkt eines künstlichen Hüftgelenkersatzes um einige Jahre hinausschieben. Bei jüngeren Patienten, meist Frauen, kann die Ursache für den frühzeitigen Gelenkverschleiß eine Fehlstellung (Dysplasie) des Hüftgelenkes sein.

Die Akupunktur ist bei einer Schleimbeutelentzündung über dem großen Rollhügel des Oberschenkels eine seit vielen Jahren eingesetzte Behandlungsmöglichkeit. Patienten mit einer solchen Entzündung können nicht mehr auf der betroffenen Seite liegen, die Beweglichkeit im Hüftgelenk kann wie bei der Arthrose eingeschränkt sein. Die konventionelle Medizin bietet hier nur Schmerzmittel und Injektionen, meist ohne langanhaltenden Erfolg an.

Akupunkturbehandlungen von Hüftgelenkschmerzen erweisen sich nach unserer Erfahrung dann als sinnvoll, wenn die das Gelenk umgebenden Sehnen und Muskeln die Beschwerden verursachen. Liegt die Ursache der Schmerzen aber direkt in einem Knochenverschleiß, kann man nur zeitweise die Schmerzsymptome lindern. Bei der Akupunktur des Hüftgelenks setzt man besonders lokale Akupunkturpunkte ein, häufig mit Elektrostimulation. Zusätzlich behandelt man wie bei vielen chronischen Gelenkerkrankungen, die in der Chinesischen Medizin als Schwäche- oder Leeresymptom aufgefasst werden, auch mit Moxibustion.

Hüftschmerz – Patientenbeispiel aus der Praxis Dr. G. Böwing und Prof. A. Molsberger, Düsseldorf

Anamnese: Seit 12 Jahren leidet Herr L., 56 Jahre, an Hüftschmerzen rechts, die sich jedes Jahr verschlechtern. Er ist so seit vielen Jahren in seiner Arbeit behindert und kann keinen Urlaub mehr antreten. Auch kann er nachts auf der rechten Seite nicht mehr liegen und seine Gehstrecke beträgt maximal 100 m. Spritzen helfen nur für 1–2 Tage, auch eine Krankengymnastik bringt keine Besserung. So entschließt sich Herr L. zu einer Akupunkturbehandlung, die die gesetzliche Kasse in seinem Fall bezahlt.

Diagnose: Wir diagnostizieren eine schwere chronische Entzündung des Schleimbeutels.

Therapie: Ab der 7. Sitzung zeigt sich eine erste Besserung, nach der 10. verschwinden die Schmerzen fast. Nach 3 Monaten melden sie sich wieder, sodass weitere 8 Behandlungen erfolgen. Seit der letzten Behandlung vor 2 Jahren ist Herr L. schmerzfrei, er läuft täglich 5 km.

Die NSM-Neurostimulation bei Hüftgelenksschmerzen – eine neue Therapie entwickelt aus der Akupunktur und Neurophysiologie

In den letzten Jahren haben wir aus unserer Erfahrung mit der Akupunktur und neuen Erkenntnissen der elektrischen Zellphysiologie die Neurostimulation nach Molsberger, genannt die NSM-Therapie entwickelt. Diese Therapie wird oft in Kombination mit der Akupunktur eingesetzt und die Therapieerfolge sind bereits innerhalb von ein bis zwei Behandlungen erkennbar und oft verblüffend, wie viele Patientenbeispiele zeigen. Für den Patienten ähnelt die NSM-Therapie einer Akupunktur, sie ist jedoch technisch völlig anders und medizinisch aufwendiger und dauert 30 Minuten. Das Verfahren beschleunigt den Besserungsverlauf der Akupunktur oft ungemein, so dass eine Schmerzlingerung schneller erreicht wird und insgesamt weniger Therapiesitzungen erforderlich sind. Weitere Informationen zur NSM-Neurostimulation finden Sie auf dieser Website hier.

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